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		<title>annika-fallak.de</title>
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		<description>Frisch gebloggt auf annika-fallak.de</description>
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		<lastBuildDate>Sat, 29 Aug 2009 14:03:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Wer hat sie denn nun, die Kraft?</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/08/29/title/wer-hat-sie-denn-nun-die-kraft.html</link>
			<description>Das entwickelt sich ja immer mehr zur zentralen Frage in diesem Bundestagswahlkampf, der im Moment...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span id="1251547657507S"></span>Das entwickelt sich ja immer mehr zur zentralen Frage in diesem Bundestagswahlkampf, der im Moment so ziemlich alles ist, nur kein Kampf. Eher ein Krampf. Aber das soll nicht das Thema sein.</p>
<p class="MsoNormal">Kraft. Wer hat sie? Wir. Darin sind sich viele Parteien zumindest einig. Die CDU sagt: „Wir haben die Kraft“ und plakatiert das auch munter überall. </p>
<p class="MsoNormal">Auch die SPD in NRW darf mit Recht behaupten: „Wir haben die Kraft“ und dabei auf ihre Vorsitzende Hannelore zeigen. Die hat nämlich „Kraft“ hinter Hannelore im Ausweis stehen und auch im Parteibuch. Also: die SPD hat die Kraft und kann das auch beweisen. </p>
<p class="MsoNormal">Jetzt kommen aber auch noch die Piraten um die Ecke und sagen: &quot;Kraft? Haben wir.&quot; Das untermauern sie mit den Internet-Domains www.wir-haben-die-kraft.de und www.wirhabendiekraft.de </p>
<p class="MsoNormal">Wir halten fest: die CDU war wohl zu schwach, sich die passenden Domains zu ihrem Slogan zu sichern. Aber was macht sie eigentlich gerade mit ihrer angeblichen Kraft?</p>]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			<category>Medien</category>
			<category>Wahlkampf</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 14:03:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Geburtstags-Fahne</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/05/23/title/geburtstags-fahne-1.html</link>
			<description>Dieser 23. Mai ist ein wichtiger Tag für Deutschland. Die Fahnen hängen sogar draußen – an Schulen,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dieser 23. Mai ist ein wichtiger Tag für Deutschland. Die Fahnen hängen sogar draußen – an Schulen, an Rathäusern, überall. Wir feiern nämlich einen bedeutenden Geburtstag. Ich sage mal: wenn es diesen Geburtstag nicht gäbe, dann wäre ich nicht das, was ich heute bin. Ziemlich sicher gäbe es mich dann gar nicht. Das Geburtstagskind hat mich, seit ich denken kann, ziemlich geprägt. Es ist quasi die Voraussetzung dafür, dass ich sein und machen kann, was ich will – natürlich nur so lange es niemand anderen beeinträchtigt. Ich darf meine Meinung sagen – zu allem und jedem. Ich durfte und darf mich überall und mit jedem treffen. Das erlaubt das Geburtstagskind. Es gibt überhaupt immer eine klare Linie vor und gesteht mir eine Menge Rechte zu. Niemand war böse, als ich mein erstes Studium abgebrochen habe. Im Gegenteil: alle waren froh, dass ich&nbsp; meinen Beruf frei gewählt habe.&nbsp;Der Jubilar von heute ist auch mitverantwortlich dafür, dass ich meinen Job als Journalistin ungehindert machen kann. Er steht also zu hundert Prozent hinter mir und hält mir den Rücken frei, zum Beispiel wenn ich in brenzligen Recherchen stecke. Und er hat mir beigebracht, wie’s so läuft im Leben. Worauf es ankommt, was wirklich wichtig ist. Dass man nicht nur auf sich selbst, sondern auch&nbsp;auf andere Menschen achten soll. Wie man sich in Deutschland zurecht findet – zum Beispiel mit Bund und Ländern, Bundestag und Bundesrat, Gesetzgebung und Rechtsprechung und so.</p>
<p class="bodytext">Happy Birthday, Papa!</p>
<p class="bodytext">Schon seit der Grundschule bin ich stolz darauf, dass niemand sonst einen&nbsp;Papa hat, an dessen Geburtstag überall geflaggt ist.&nbsp;Das hat bestimmt was damit zu tun, dass er der Beste ist.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ach übrigens: auch das Grundgesetz hat heute Geburtstag. Aber da würde ja niemand auf die Idee kommen, deshalb die Fahnen zu hissen...</p>]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			<category>Spaß</category>
			
			<author>kontakt@annikafallak.de</author>
			<pubDate>Sat, 23 May 2009 00:01:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Ausgezeichnet!</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/05/05/title/ausgezeichnet.html</link>
			<description>
Wow…Medienpreis der LfK Baden-Württemberg in der Kategorie Hörfunk Information. Das klingt ganz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img border="0" width="150" src="typo3temp/pics/ad5a314cb1.jpg" height="200" alt="" /></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Wow…Medienpreis der LfK Baden-Württemberg in der Kategorie Hörfunk Information. Das klingt ganz gut, oder? Ganz ehrlich: ich konnte gar nicht hinschauen, als vorne auf der Leinwand die Nominierten zu sehen waren – und alle darauf warteten, dass nur noch ein Bild stehen bleibt… Irgendwann hab ich dann meinen Namen gehört. Und jetzt fühle ich&nbsp;mich ausgezeichnet.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die Jury sagt:</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&quot;Eine sehr gute investigative Reportage, in der hörbar vor Ort recherchiert wird. Durch die eingefangenen Geräusche und die Art der Berichterstattung ist der Hörer hautnah bei der Aktion dabei, in der die freie Zugänglichkeit der Akten überprüft wird. Ergänzt wird der Beitrag durch gute O-Töne on Betroffenen und Ärzten. die den festgestellten Befund einordnen; eine Sendung, die auch etwas bewirkt hat, wie die Reaktion des Krankenhauses zeigt.&quot;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Die ausgezeichneten Beiträge gibt es <a href="hoerbar.html" title="Opens internal link in current window" target="_self" class="internal-link" >hier</a> zum Nachhören.</p>]]></content:encoded>
			<category>Medien</category>
			
			<author>kontakt@annikafallak.de</author>
			<pubDate>Tue, 05 May 2009 10:03:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://www.annika-fallak.de/uploads/media/050509_medienpreis.jpg" length ="12703" type="image/jpeg" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Live um jeden Preis</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/04/30/title/live-um-jeden-preis.html</link>
			<description>
Koniginnendaag in den Niederlanden. Ich habe mich wirklich gefreut, wollte die Parade im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><img src="fileadmin/data/Blog-Bilder/koniginnendaag.jpg" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Koniginnendaag in den Niederlanden. Ich habe mich wirklich gefreut, wollte die Parade im Fernsehen anschauen. In der Redaktion habe ich extra nach einem niederländischen TV-Programm auf unseren Fernsehern gesucht. Leider war keines zu finden. Schade. Ich bin dann bei n-tv stehen geblieben. Es dümpelte so neben mir her, während ich arbeitete. Plötzlich das rote Laufband: Unfall in Apeldoorn, mindestens 14 Verletzte. Ich bin schon bei diesen Worten entsetzt – weiß aber noch nicht, dass das Entsetzen in den nächsten Minuten noch viel, viel größer wird. Aus zweierlei Gründen. Der erste ist die Tatsache an sich, dass es tatsächlich jemand schafft, mit dem Auto die Absperrungen einer solchen Veranstaltung zu durchbrechen. Sieben Menschen sind gestorben, stellt sich später heraus.<br />Der zweite – und wichtigere – Grund: die Berichterstattung von n-tv.<br />Kurz nachdem das rote Laufband beginnt, geht der Sender live drauf. Kameraleute laufen ja schließlich genug herum in Apeldoorn, da wird mal flugs eine Leitung aufgebaut. Ein Korrespondent, der zumindest ansatzweise journalistische Fähigkeiten besitzt, scheint nicht greifbar. Der Kommentar kommt vom Nachrichtenmann im Studio. Ich sehe Menschen, die aufgeregt durcheinander laufen. Ich sehe Fahrräder, die auf der Straße liegen. Ich sehe ein völlig demoliertes schwarzes Auto an einem Denkmal. Und ich sehe Menschen, die reglos auf der Straße liegen. Und bei denen Helfer dabei sind, eine Herzmassage durchzuführen. Und Mund-zu-Mund-Beatmung. Damit man die Angst und das Entsetzen in den Augen der Helfer auch möglichst genau sieht, zoomt der Kameramann noch richtig rein. Großaufnahme. Gefühlt dauert es mehrere Minuten – eine halbe Ewigkeit.<br />Ich bin fassungslos. Dort werden Menschen beim Sterben gezeigt. Live. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern vor allem moralisch nicht vertretbar. In diesem Fall wäre ich gerne fünf Minuten später informiert gewesen. In einer solchen Situation eben nicht drauf zu halten, gebieten der gesunde Menschenverstand und die journalistische Ethik. Dazu braucht es noch nicht einmal einen Pressekodex.<br />Der dritte Moment, der mich wirklich schockt: nur einer meiner Kollegen in der Redaktion sieht die Sache ähnlich wie ich. Die anderen sind zweifellos der Meinung, das gehöre eben dazu. So eine Chance auf solche Live-Bilder dürfe man sich nicht entgehen lassen. Hauptsache live drauf. Egal um welchen Preis.</p>]]></content:encoded>
			<category>Medien</category>
			
			<author>kontakt@annikafallak.de</author>
			<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 23:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Waschechtes Entsetzen</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/03/18/title/waschechtes-entsetzen.html</link>
			<description>

Es gibt ja Dinge des täglichen Lebens, die kaufen wir nur alle paar Monate mal. Dazu gehören so...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="align-center" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><a href="typo3/#" onclick="window.close();"><img complete="true" border="0" src="typo3temp/pics/b616146692.jpg" height="189" width="250" alt="" /></a></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Es gibt ja Dinge des täglichen Lebens, die kaufen wir nur alle paar Monate mal. Dazu gehören so Sachen wie Alufolie, Olivenöl und Waschmittel.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Waschmittel brauchte ich vor Kurzem auch. Also verschlägt es mich in den Waschmittelladen meines Vertrauens, um dort meine Standard-Marke zu kaufen. Es ist die gleiche, die meine Mama nimmt. Denn was sich bei Mama bewährt hat, wird natürlich auch in meinem Haushalt weitergeführt. Das erwähne ich, weil es später noch wichtig wird. In diesem Laden also laufe ich zielstrebig zu den Waschmittel-Regalen. Das sind einige. Ich glaube, dort gibt es alle Waschmittelmarken dieser Welt.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Ich gehe einmal den Gang herunter – ohne Erfolg. Okay, kann passieren. Die haben sicher umgeräumt. Den Gang wieder zurück. Hmpf. Meine Marke will mir nicht ins Auge fallen. Noch ein Versuch – und jetzt trifft mich fast der Schlag. Zwar gibt es mein bevorzugtes Flüssigwaschmittel, aber ich muss mit Entsetzen erkennen, dass sich übereifrige Produkt-Designer an der Flasche zu schaffen gemacht haben. Und das nicht zu knapp. Ich gebe zu: schicke Form. Sieht toll aus, die Flasche, wie sie da so im Regal steht. Macht wirklich was her im Vergleich zu den anderen. Aber hat sich IRGENDJEMAND Gedanken über die Funktionalität gemacht? Sicher nicht. Bisher war die Flasche wunderbar zu greifen – mit einem in den Hohlkörper eingelassenen Griff. Dadurch, dass sich auch der Griff mit Waschmittel füllt, sogar materialmäßig so sparsam wie eben möglich. So. Jetzt haben wir eine durchdesignte Flasche. Aber keinen Griff. Die Verpackung ist auch noch so breit und so tief, dass sie richtig ungünstig zu greifen ist. Ist die Flasche voll, packt der Durchschnitts-Waschmittel-Anwender ja auch mal etwas fester zu – schließlich ist die Flasche entsprechend schwer. Das ist ungünstig bei dem neuen Verpackungsmaterial. Zu weich. Es schwappt bei der ersten Waschladung fast doppelt so viel heraus wie es soll. Prima. Planen Sie Zeit zum Badezimmerputzen ein.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Ich suche in den Regalen, ob nicht vielleicht doch noch eine Flasche im alten Design da ist. Fehlanzeige. Stattdessen fällt mir auf, dass ALLE anderen Marken einen integrierten Griff haben – der übrigens auch den Transport aus dem Supermarkt heraus deutlich vereinfacht, wenn man verhindern will, dass die Papiertüte reißt. Der weiße Riese, Persil, Butri, Ariel, Spee, Perwoll, Vernell, Dash, Denk mit, Sunil, Domol, Fewa… ALLES was sonst noch im Regal steht, hat diesen Griff. Daraus schließen wir: das Ding hat sich bewährt. Mein Waschmittel dagegen muss ihn abschaffen – hat ja schließlich jeder.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Ich bin so sauer auf den Waschmittelhersteller, dass ich noch im Supermarkt meine Mama anrufe. Schließlich muss ich ja meiner Empörung freien Lauf lassen. Zwar schauen mich die anderen Kunden ein wenig kariert an, als ich am Handy die neue Verpackung beschreibe, aber das ist mir egal – meine Mama versteht mich. Außerdem muss ich sie ja warnen. Nicht, dass sie beim nächsten Einkauf genauso überrascht dasteht wie ich. Sie hat die Flaschen noch nicht gesehen – ist aber am Telefon nach der ersten, sagen wir: Belustigung (nein, sie hat mich nicht ausgelacht!!!)&nbsp;mindestens genauso empört wie ich wegen des von mir haarklein beschriebenen neuen Designs.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">&nbsp;</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt">Und wenn Sie glauben, die Designänderung sei schon alles: NEIN. Bisher war bei den Waschmittelflaschen immer eine Dosierkugel dabei. Nicht, dass ich Dosierkugelsammler wäre. Ich habe auch noch genug. Allerdings merke ich gleich an: mit Dosierkugeln ist es wie mit Socken. Die verschwinden regelmässig. Wenn ich also dieses dosierkugel-essende Wesen finde, dann….! Jetzt gibt es also keine Kugeln mehr dazu beim Einkauf. Gäbe es grundsätzlich keine – okay, damit könnte ich leben. Die anderen Marken kommen ja auch ohne aus und meine Waschmaschine hat schließlich auch eine ganz normale Waschmittelschublade. Einfüllen geht problemlos auch mit der Verschlusskappe. Aber das, was auf der Rückseite der Flasche steht, ist wirklich der Gipfel. „Dosierkugeln können sie kostenlos telefonisch oder unter <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+ve/eptjfsijmgfoAvojmfwfs/dpn');" >ud.dosierhilfen{at}unilever.com</a> anfordern.“ Hallo? Merkt noch jemand was?</p>
<p class="bodytext">Natürlich: Es schont die Umwelt, wenn nicht mit jeder Waschmittelflasche auch eine Dosierkugel rausgeht. Wahrscheinlich stoppt unilever den Klimawandel durch die eingesparten Kugeln. Sicher sogar. Aber manchmal ist mir das Weltklima egal. Manchmal bin ich einfach Konsument – und das ist gut so. Dann bin ich Kunde – und als Kunde will ich bitte sehr behandelt werden wie ein König. Das heißt nicht, dass ich einen 10-Euro-Gutschein für meinen ersten Einkauf beim Otto-Versand haben will, der oben an der Flasche baumelt. Das heißt, dass ich eine Dosierkugel haben will. Und eine Flasche mit einem vernünftigen Griff. Und was das Klima angeht: dem helfe ich schon damit, dass ich regelmäßig Nachfüllpacks kaufe statt kompletter Flaschen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Spaß</category>
			<category>Leben</category>
			
			<author>kontakt@annika-fallak.de</author>
			<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 18:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mein Gott, Walter!</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/02/12/title/mein-gott-walter.html</link>
			<description>
Was würden wir sagen, wenn die Mona Lisa plötzlich nur noch Mona heißen würde? Wenn Johann...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><a href="typo3/#" onclick="window.close();"><img complete="true" border="0" src="typo3temp/pics/3e6a2ee176.jpg" height="184" width="346" alt="" /></a></p>
<p class="bodytext">Was würden wir sagen, wenn die Mona Lisa plötzlich nur noch Mona heißen würde? Wenn Johann Sebastian Bach plötzlich Johann Bach heißen würde? Wenn Johannes B. Kerner plötzlich sein B. abstoßen würde? Genau: wir fänden es extrem befremdlich. Und wenn der Egon unterwegs verloren geht, dann können wir mit Hugo Balder auch nicht viel anfangen.<br />Die SPD sieht eine solche Namensverkürzung ganz anders. Ihr Kanzlerkandidat hat seinen Walter über Bord geworfen. Frank-Walter war gestern. Jetzt will nur noch Frank Bundeskanzler werden. Das hat nichts mit Persönlichkeitsspaltung zu tun. Sondern offenbar mit der Wahl. Willkommen im Bundestagswahlkampf 2009.</p>
<p class="bodytext">Und wer ist schuld? Hessen. Mal wieder. Hat doch der Kölner Markennamen-Entwickler <a href="http://www.endmark.de/?gclid=CPqQxPmp15gCFcyR3wodfl6scw" title="Opens external link in new window" target="_self" class="external-link-new-window" >Endmark</a> vor der Hessenwahl herausgefunden: der Doppelname könnte Thorsten Schäfer-Gümbel einige Stimmen kosten. Allerdings: Ob sich das auch auf sperrige Doppel-Vornamen bezieht, bleibt in der Studie offen.</p>
<p class="bodytext">Fakt ist, dass TSG eindeutig griffiger klingt als FWS. Vielleicht hat ihm wirklich diese Abkürzung Angst gemacht. Bemühen wir eine Suchmaschine und wollen Ergebnisse zu &quot;<a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=%22TSG%22&amp;meta=" title="Opens external link in new window" target="_self" class="external-link-new-window" >TSG“</a> bekommen – was finden wir? Klar. Ganz oben den aktuellen Spitzenreiter und Serien-Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim. Gefolgt von vielen anderen Sportvereinen. Tolle Assoziation, der Sport. By the way: Thorsten Schäfer-Gümbel schmeißt uns die Ergebnisliste auf Platz vier heraus. Aber was wirft die Suchmaschine aus, wenn wir nach <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=%22FWS%22&amp;meta=" title="Opens external link in new window" target="_self" class="external-link-new-window" >&quot;FWS&quot;</a> suchen? Das ist wenig schmeichelhaft. Top-Ergebnis ist die Altkleider-Recycling-Firma FWS. Assoziation: Alt, abgewetzt, weggegeben,… auf dem Weg zur Wiederverwertung. Außerdem: jede Menge Freie Waldorf-Schulen. Wie es wohl aussieht, wenn Frank-Walter Steinmeier auf Wahlkampf-Veranstaltungen seinen Namen tanzt? Keine gute Idee, finden die SPD-Wahlkampfstrategen. Sie sagen: Walter muss weg.&nbsp;„Frank“ klingt lebenspraktischer, heißt es dort. Vielleicht sieht es auch getanzt besser aus. Und Steinmeier selbst will von seinen Freunden ja auch nur Frank genannt werden.</p>
<p class="bodytext">Ein anderer Grund für den Namenswechsel könnte die klare Abgrenzung vom Koalitionspartner CSU sein. Der hat ja bekanntlich gerade einen Mann zum Wirtschaftsminister gemacht, der über zwei Vornamen nur müde lächeln kann. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg hat gleich 10 davon.</p>
<p class="bodytext">Frank-Walter Steinmeier ist also auf dem Weg in die Belanglosigkeit. Allein im Online-Business-Netzwerk „xing“ finden wir fünf verschiedene Profile mit dem Namen „Frank Steinmeier“. Im Klartext: es ist ein Allerweltsname. Reduzieren wir ihn auf den Vornamen, wird es besonders deutlich. Allein aus Berlin sind dort über 300 Franks registriert. „Frank-Walters“ gibt es dort&nbsp;insgesamt nur zwei. Frank-Walter macht also unverkennbar, ja, es zeichnet den Vize-Kanzler sogar in gewisser Weise&nbsp;aus.</p>
<p class="bodytext">Vielleicht ist&nbsp;der Wechsel&nbsp;aber auch nur ein Zeichen. Schließlich soll bei seinem Titel „Vize-Kanzler“ ja demnächst auch eine Seite des Bindestrichs wegfallen.</p>
<p class="bodytext">Ein Problem könnte die Adresse seiner offiziellen Homepage werden. Die wird wohl weiter frank-walter-steinmeier.de heißen. Zwar fehlt in den „Nachrichten“ auf der Seite, die seit dem 26.01.2009 online gestellt wurden, der Walter schon, allerdings hat es bisher noch keiner seiner Mitarbeiter geschafft, den Schriftzug oben zu verändern. <br />Frank-steinmeier.de gehört im Moment übrigens einer Kölner Firma für Internet-Dienstleistungen. Und noch will die SPD angeblich kein Geld für die Domain ausgeben. Das könnte zu Verwirrungen führen im Wahlkampf.</p>]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			<category>Medien</category>
			
			<author>kontakt@annika-fallak.de</author>
			<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 18:49:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Macht Spiele</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/02/09/title/macht-spiele.html</link>
			<description>Was war denn das? Das vergangene Wochenende hat mal eben ganz lässig den Zustand der Union...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Was war denn das? Das vergangene Wochenende hat mal eben ganz lässig den Zustand der Union präsentiert. Mitten in der Wirtschaftskrise fällt unserem zuständigen Bundesminister Michael Glos ein, dass er ja eigentlich gar keine Lust mehr auf den Job hat (und auch noch nie hatte, aber das hat er nicht gesagt). Er ist schon 64. Recht hat er. Die Rente mit 67 haben ja schließlich die anderen verbrochen. Er will nach der Wahl eh nicht mehr im Kabinett sitzen. Und er will den Weg in der CSU für Veränderung frei machen. Kurz: Er will hinwerfen. Dafür verzichtet er gerne auf seine Ministerpension. Die bekommt nämlich nur der, der eine komplette Legislaturperiode durchhält. Vielleicht ist das der Preis, den er zahlt, um mit seinem Parteichef Horst Seehofer abzurechnen. Wie sonst ist es zu erklären, dass&nbsp;Glos sich an einem ohnehin politisch vollgepackten Wochenende (Münchner Sicherheitskonferenz) überlegt, Seehofer einen Brief mit Rücktrittsangebot zu schreiben – und eine Kopie davon gleich noch an die Presse zu geben? Er wollte Macht spielen, könnte man denken. Und dieses Spiel gegen Seehofer hat er gewonnen. Glos hat ihn vorgeführt – und man darf vermuten, dass er genau das wollte. Warum sonst hätte er dem CSU-Chef ein Schreiben schicken sollen, in dem er darum bittet, von seinem Amt entbunden zu werden? Formal hat der Parteichef damit nichts zu tun. Laut Artikel 64 Absatz 1 des Grundgesetzes werden Bundesminister auf Vorschlag des Kanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen. Seehofer und auch Kanzlerin Merkel haben in dieser Situation funktioniert. Dummerweise nicht im Sinne der Bundesregierung oder der CSU. Sondern im Sinne des Bundeswirtschaftsministers. <br />Der „liebe Horst“ lehnt das Rücktrittsangebot ab, zeigt sich völlig überrumpelt und macht auch am Montag drauf noch einen äußerst angespannten Eindruck. Noch immer bezeichnet er den Ablauf als „überraschend“, „ärgerlich“, spricht von „unschönen eineinhalb Tagen“. Das ist wirkt weniger wie Krisenmanagement sondern eher wie verletzte Eitelkeit.</p>
<p class="bodytext">Aber schauen wir nach vorne. Der Neue ist Karl-Theodor zu Guttenberg und er verzeichnet den zweiten großen Karrieresprung in kurzer Zeit. Erst im Herbst wurde&nbsp;der 37-Jährige&nbsp;CSU-Generalsekretär. Zu Guttenberg wirkte tough und smart in seinen ersten Monaten in diesem Amt. Zweifellos ist ihm politisch eine Menge zuzutrauen. Er ist jung, ehrgeizig und durchaus redegewandt. Jetzt rückt er also in die Bundesregierung. Der Haken an der Sache: zu Guttenberg ist Außenpolitiker. Erfahrungen in der Wirtschaftspolitik hat er so gut wie gar nicht. Seehofer sieht ihn allerdings durch das &quot;traditionsreiche Familienunternehmen&quot; qualifiziert. Nun denn. Farbloser als Glos kann er in der Wirtschaftskrise eh nicht dastehen. Allerdings hat&nbsp;zu Guttenberg&nbsp;auch kaum noch Zeit, zu zeigen, ob er’s wirklich kann. Im Herbst ist Bundestagswahl. Vorher wird lange Wahl gekämpft. Das bedeutet, es wird noch drei, vier Monate regiert. In dieser Zeit wird der Krach zwischen SPD und Union immer häufiger und heftiger werden. Das liegt in der Natur der Sache. Angeblich hat zu Guttenberg sich schon abgesichert für die kommende Legislaturperiode und als Gegenleistung für seinen Wechsel ins Wirtschaftsministerium den Landesgruppenvorsitz im Bundestag ab Herbst gefordert. Zwar bestreitet er das, aber es wäre schlau. Denn zu Guttenberg muss wirklich aufpassen. Darauf nämlich, dass er nicht verheizt und zum 100-Tage-Guttenberg wird. <br />100 Tage CSU-Generalsekretär. 100 Tage Wirtschaftsminister.<br />Es könnte für ihn schnell wieder vorbei sein in der Bundesregierung. Denn ob er als „Fachfremder“ nach der Wahl noch auf diesem Posten sitzen wird, ist mehr als fraglich.<br />Zu Guttenberg könnte also schneller wieder aus dem Ministerium ausziehen müssen als er seinen kompletten Namen auf das Türschild geschrieben hat.</p>
<p class="bodytext">&quot;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,606315,00.html" title="Opens external link in new window" target="_self" class="external-link-new-window" >Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg.&quot;</a> </p>
<p class="bodytext">Das dauert.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			
			<author>info@annika-fallak.de</author>
			<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 21:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Apfelessen für Fortgeschrittene</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/01/24/title/apfelessen-f.html</link>
			<description>
Es ist DIE Anschaffung überhaupt. 3 Euro 99. Es spart Zeit. Es sorgt indirekt für ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="align-center"><img width="241" src="uploads/RTEmagicC_090104_apfelschneider.jpg.jpg" height="181" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Es ist&nbsp;DIE Anschaffung überhaupt. 3 Euro 99. Es spart Zeit. Es sorgt indirekt für ein gesünderes Leben. Und es macht Spaß. Eine Weltidee also.</p>
<p class="bodytext">Ich habe mir einen Apfelspalter gekauft.</p>
<p class="bodytext">Er hat ein Loch in der Mitte mit dem Durchmesser eines Kerngehäuses – ungefähr. Von diesem kleinen Metallring gehen strahlenförmig acht Metallklingen ab. Setzt man das Ding von oben auf den Apfel und drückt es mithilfe der gelben Kunststoffgriffe nach unten, dann bleibt das Kerngehäuse stehen, acht Apfelstücke liegen mundgerecht und fertig zum sofortigen Verzehr daneben. In diesem Fall kann man übrigens ganz beruhigt Äpfel mit Birnen vergleichen – mit Birnen geht’s nämlich auch.<br />Und das ganze dauert maximal 10 Sekunden. Sensation! Ich habe noch nie so viele Äpfel gegessen wie in den letzten Tagen. <br />Das ist toll. Meine Mama ist auch völlig begeistert – Hurra! Das Kind isst viele Vitamine. Das habe ich zwar auch früher, aber eben nicht soooo viele. Und genau das bringt mich ins Grübeln.</p>
<p class="bodytext">Bin ich einfach ein Konsum-Kind? Erliege ich einfach jeder neumodischen Erscheinung und muss ich sie unbedingt in mein Leben lassen? Muss immer alles schnell gehen und wenig Arbeit machen?</p>
<p class="bodytext">Äpfelaufschneiden von Hand dauert auch keine Ewigkeit. Maximal einige Minuten. Die Äpfel müssen ja nicht geschält werden, eben einfach nur aufgeschnitten, Kerngehäuse raus und halbwegs schöne, gleichmäßige Apfelspalten daraus machen. Das hat ja auch etwas Beruhigendes. Etwas geradezu Meditatives. So wie das Öffnen eines frischen Nutella-Glases: mit dem Fingernagel langsam am Glasrand die goldene Folie einritzen und aufpassen, dass die glatte Nutella-Oberfläche auch glatt bleibt. Und dann: mit dem Messer rein! Oder wie Orangenschälen während des Fernsehens. Das muss man mit Hingabe machen. Dann entspannt es und dann tut auch das Schälen an sich schon gut – und nicht nur der Vitamingehalt.</p>
<p class="bodytext">Ich esse jetzt erst mal einen Apfel. Und der neue Apfelspalter bleibt im Schrank.</p>]]></content:encoded>
			<category>Leben</category>
			<category>Spaß</category>
			
			<author>kontakt@annika-fallak.de</author>
			<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 20:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Stillstand und Fortschritt</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/01/20/title/stillstand-und-fortschritt.html</link>
			<description>Dieser Barack Obama ist ein Phänomen. Er hat schon vor seiner Amtseinführung Dinge geschafft, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Dieser Barack Obama ist ein Phänomen. Er hat schon vor seiner Amtseinführung Dinge geschafft, die noch kein US-Präsident und auch kein Politiker vor ihm geschafft hat. Er war auf einem Poster in der Bravo.<br />Glücklich gemacht hat er auch schon den ein oder anderen. Einen Friseur in Chicago zum Beispiel. Dessen Salon hieß bisher „Osama“. Lief seit 09/11 nicht wirklich gut, können wir uns vorstellen. Jetzt hat er seinen Laden prompt umbenannt. In „Obama“ – und es fluppt. <br />Eine farbige Frau hat sich mir irgendwie eingebrannt: sie sagte nach der Wahl am 4. November 2008, sie habe sich gewünscht, dass Obama die Wahl gewinnt. Damit ihr Sohn sehe, er könne mit seiner Hautfarbe alles werden auf der Welt – auch Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.</p>
<p class="bodytext">Obama hat aber auch erreicht, dass sich die Wahrnehmung Amerikas bei uns in Europa wieder verändert hat. Wir mögen Amerika plötzlich wieder. Möglicherweise so sehr wie nie zuvor. Begeisterung löst Kopfschütteln ab. Amerika ist mehr als der mächtigste Staat der Welt, der sich genau auf diesem Merkmal ausruht und dabei arrogant und prahlend wirkt.</p>
<p class="bodytext">Das alles eilt Obama voraus. Schon bevor er seinen Amtseid abgelegt hat. Und er muss sich noch mehr Erwartungen stellen.<br />Er muss die Welt retten. Mindestens.</p>
<p class="bodytext">Obama soll Guantanamo öffnen und dann für immer schließen. Das gehört wohl noch zu den leichter zu erfüllenden Erwartungen.<br />Obama soll die „notleidenden Banken“ retten, sofern das noch geht.<br />Obama soll die Automobilindustrie aufpäppeln und möglichst alle Konzerne durchbringen.<br />Obama soll den Krieg im Irak beenden und die US-Soldaten dort abziehen.<br />Obama soll für Frieden in Afghanistan, im Irak, im Nahen Osten und in anderen Krisenregionen sorgen.<br />Obama soll die transatlantischen Beziehungen wieder auf Kuschelkurs bringen.<br />Obama soll das Klima retten.<br />Obama soll das Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten verbessern.<br />Obama soll…</p>
<p class="bodytext">Das ist ganz schön viel für einen Menschen alleine. Warum erwartet Amerika so viel von seinem Neuen? Vielleicht ist es ganz furchtbar naiv. Vielleicht ist es einfach nur der tiefe Wunsch nach Veränderung, nach „change“. </p>
<p class="bodytext">Auf jeden Fall hat der Präsident schon jetzt eindrucksvoll bewiesen, wozu er im Stande ist. Barack Hussein Obama ist gerade einmal eine halbe Stunde US-Präsident und er&nbsp;hat quasi das Leben in den Vereinigten Staaten angehalten. Eine knappe halbe Stunde lang, während seiner Vereidigung und der ersten Rede im Amt stand Amerika, stand die Welt still. Ich bin sicher: hätte jemand in Seattle eine Stecknadel fallen lassen – in Miami wäre das zu hören gewesen. Millionen Menschen wollten dabei sein, wenn der 44. Präsident der Vereinigten Staaten seinen Amtseid ablegt. Und sie waren dabei. Blieben stehen vor Großleinwänden im New Yorker Stadtteil Harlem, in Chicago, in Houston, in&nbsp;Los Angeles, drängten sich zwischen Weißem Haus und Kapitol, ließen ihre Arbeit Arbeit sein, hörten ihm am Fernseher, Radio, Internet, Handy oder ipod zu. <br />Barack Obama hat Millionen Menschen heute zu Tränen gerührt, bewegt und stolz gemacht – und das nicht nur in Amerika. <br />Und er hat uns schmunzeln lassen. Denn auch beim mächtigsten Mann der Welt, dem 44. Präsident der Vereinigten Staaten, läuft nicht immer alles glatt. Als er dem obersten Richter des Supreme Court, John Roberts, vor Milliarden Menschen weltweit den Amtseid nachspricht und auf die Lincoln-Bibel schwört, verliert er kurz den Faden und scheint für einen Moment verunsichert. Nicht, dass Obama nicht auf seinen Eid vorbereitet gewesen wäre.&nbsp;Roberts hat allerdings bei den vorgesprochenen Worten nicht den in der Verfassung angegebenen Satzbau benutzt, sondern ihn minimal abgeändert. Obama merkt das, ist&nbsp;für einen Augenblick irritiert - und grinst. Und auch das macht Barack Obama vor allem eins: menschlich.</p>]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			<category>Medien</category>
			
			<author>kontakt@annika-fallak.de</author>
			<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 18:34:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Immer wieder sonntags</title>
			<link>http://www.annika-fallak.de/nc/denkbar/ansicht/date/2009/01/18/title/immer-wieder-sonntags.html</link>
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Hessen wählt. Mal wieder. Mein Bedauern gilt heute denjenigen, die in den vielen, vielen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="align-center">&nbsp;</p>
<p class="align-center"><img width="143" src="uploads/RTEmagicC_Annikaw%C3%A4hltkleinneu.jpg.jpg" height="166" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Hessen wählt. Mal wieder. Mein Bedauern gilt heute denjenigen, die in den vielen, vielen Wahllokalen sitzen müssen. Listen abhaken, Wahlbenachrichtigungen stapeln oder den Zettel vom Urnenschlitz wegziehen und wieder draufschieben. Weg – und wieder drauf. Und noch mal weg – und wieder drauf. Wobei: das müssen sie heute sicher weniger oft tun als vor einem Jahr. Immerhin.</p>
<p class="bodytext">Da fragt sich der umsichtige und nette Wähler: wie kann ich denen im Wahllokal ein bisschen Spaß und Abwechslung bereiten? Die Antwort ist gar nicht so schwer.</p>
<p class="bodytext">Schon die Begrüßung: „Ich bin die 411.“ lässt die vier Menschen, die wie Hühner auf der Stange dasitzen, irritiert aufschauen und dann schmunzeln. Ein erster Erfolg.<br />Dann die Frage: „Und wo muss ich jetzt das Kreuz machen, damit die Andrea doch noch Chefin von Hessen wird?“ Die Irritation wird größer. „Also… da haben Sie was falsch verstanden…“ Nein. Habe ich nicht. Ich wollte nur mal testen.</p>
<p class="bodytext">Ich gehe in die Wahlkabine, studiere den Wahlzettel und denke über meinen nächsten Spaß nach. <br />Als ich rauskomme, springt Zettelwegschieber auf. Aber ich habe noch eine Frage: „Also… da war jetzt unten gar kein Strich für meine Unterschrift. Ich hab jetzt einfach neben dem Kreuz für die Zweitstimme unterschrieben, okeh?“<br />Dem Wahlbenachrichtigungskartenaufstapler entgleisen die Gesichtszüge. Der Wählerverzeichnisabhakerin auch zuerst – dann fängt sie wirklich an zu lachen. Nur der Zettelwegschieber ist auch im Kopf so fix wie auf den Beinen: „Alles klar, wir schicken es Ihnen dann später zu.“<br />Einwerfen kann ich den Stimmzettel aber noch nicht. Ich schaue mich suchend um. „Das Fernseh-Team… hat das gerade Pause?“ Stille. Fragende Blicke. „Ja, man wird doch immer gefilmt bei der Stimmabgabe. Habe ich eben im Fernsehen gesehen. Bei Roland Koch war das auch so.“ Gut, dass es die Hühnerstange gibt.</p>
<p class="bodytext">Egal, wie’s nachher ausgeht – zumindest ich hatte Spaß beim Kreuzchen machen. Und vielleicht auch ein bisschen die Abhaker, Aufstapler, Wegzieher und Zugucker in meinem Wahllokal. Aber ganz ehrlich: nächsten Januar könnte ich darauf verzichten und mir was anderes vornehmen.</p>
<p class="bodytext">Und jetzt muss ich fernsehen. Gleich kommt die erste Prognose. Ich gebe zu: ich bin ein bisschen aufgeregt.</p>]]></content:encoded>
			<category>Politik</category>
			
			<author>kontakt@annika-fallak.de</author>
			<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 17:37:00 +0100</pubDate>
			
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